Zielgruppe:
Lehrkräfte, die ihre kommunikativen Fähigkeiten stärken möchten, um Gespräche mit Schülerinnen und Schülern, Eltern und Kollegium klarer, zielgerichteter und lösungsorientierter zu gestalten. Geeignet für Pädagoginnen und Pädagogen aller Schulformen.
Inhalte:
Modul 1: Eine DaZ-Schülerin äußert sich im Interview zum Verhältnis von Förderunterricht und Regelunterricht: „Förderunterricht war immer gut, das war leichter, da schreiben wir nicht so schwer Arbeiten, … da haben wir nicht Geschichte, Erdkunde, nur Deutsch.“ Die Schülerin formuliert punktgenau die doppelten Sprachhürden, die DaZ-Lernende zu überwinden haben, nämlich die Hürden der deutschen Alltagssprache und zusätzlich die der Bildungssprache. Was kann didaktisch und methodisch getan werden, um DaZ-Lernende beim Überwinden der doppelten Hürden zu unterstützen? Das wird an Praxisbeispielen der GS und S1 vorgestellt und diskutiert.
Modul 2: „Sprache im Beruf“ ist die Sprache, die in der Berufspraxis, in der Werkstatt, im Betrieb, auf der Baustelle, … gesprochen und geschrieben wird. „Berufssprache“ ist die Sprache, die im Theorieunterricht und in den Prüfungen verlangt wird. Beim Wechsel tun sich die Lernenden schwer und sie erleiden einen „Sprachschock“. Der sprachsensible Unterricht mindert diesen und tut alles, damit die Lernenden die Sprachhandlungen (mündlich, schriftlich, analog oder digital) im Unterricht erfolgreich bewältigen und nicht an den Sprachhürden scheitern. Im sprachsensiblen Unterricht gibt es drei Wege, der defensive Weg durch Sprachvereinfachung, der offensive Weg durch Unterstützung (Scaffolding) und der stärkende Weg durch Erweiterung der Sprachkompetenz (Wortschatzerweiterung, Fehlerkorrektur, Lese- und Schreibstrategien, …). In der Fortbildung erhalten die Teilnehmenden Beispiele und konkrete Vorschläge zur niederschwelligen Umsetzung im eigenen Unterricht.
Weitere Informationen
- Dauer: 2 Unterrichtseinheiten a 45min
- Kosten: auf Anfrage
- Termine: auf Anfrage
- Abschluss: QCW-Zertifikat