Die modulare Ausbildung zum Industriefertiger/-in richtet sich an erwerbsfähige und hilfebedürftige ALG-II-EmpfängerInnen, Flüchtlinge und Migranten sowie Arbeitssuchende, die über keine abgeschlossene Berufsausbildung beziehungsweise über keinen verwertbaren Berufsabschluss verfügen und dem Arbeitsmarkt längere Zeit nicht zur Verfügung standen.
Unterrichtsform und -zeit
Der theoretische Unterricht findet in Vollzeit jeweils von 06:45 Uhr bis 14:15 Uhr statt, der fachpraktische Unterricht findet von 06:45 Uhr bis 15:15 Uhr in der QCW GmbH statt. Praktika finden zu den betriebsüblichen Arbeitszeiten der Partnerunternehmen statt. In der Maßnahme inbegriffen sind 24 Tage unterrichtsfreie Zeit. Die Maßnahme ist zertifiziert nach den Regeln von AZAV.
Teilnehmerzahl
Die maximale Teilnehmerzahl ist auf 15 Teilnehmer beschränkt. Dadurch ist eine individuelle sowie teamorientierte Ausbildung gewährleistet.
Beginn und Ende
Ein laufender Einstieg ist möglich.
Qualifizierungsphase Industriefertiger (1824 Std.)
- Modul 1 – Metallgrundausbildung
- Modul 2 – Staplerschein
- Modul 3 – Brennschneiden
- Modul 4/5 – Lichtbogenhandschweißen E1/E2
- Modul 6 bis 9 – MAG-Schweißen M1 – M4
- Modul 10 – Fertigungsschulung/MAG-Schweißen
- Modul 11 – Praktikum
Teilnahmezertifikat
Schweißer-Prüfbescheinigung nach
- DIN EN ISO 9606-1
- DIN EN ISO 9606-2
Flurförderscheinberechtigung: Gabelstapler
Der erfolgreiche Abschluss der Qualifizierung kann zur Anrechnung für einen vollwertigen Berufsabschluss, zum Beispiel als Maschinen- und Anlagenführer/-in, Industriemechaniker/-in oder anderen Berufen führen.
Die modular aufgebaute Qualifizierung zum Industriefertiger/-in wird die Teilnehmenden zu gut einsetzbaren Schweißern führen. Neben der Fachausbildung im MAG beziehungsweise E-Schweißen erfahren die Teilnehmenden eine fundierte Grundlagenausbildung, die sich an den Lernfeldern 1–3 der Industriemechanikers orientiert. Im Modul 2 werden sie den Flurförderschein für Gabelstapler erlangen, sofern dieser noch nicht vorliegt.
Ein weiterer integrativer Bestandteil ist:
- der Arbeitsschutz im Allgemeinen und im Umgang mit elektrischen und autogenen Schweißgeräten, Zubehörteilen und Zusatzausrüstungen hat während der Ausbildung einen hohen Stellenwert
- und das Thema Brandschutz bei Schweiß- und Schneidarbeiten
- Fertigen von Bauelementen mit handgeführten Werkzeugen
- Fertigen von Bauelementen mit Maschinen
Zugangsvoraussetzungen
- berufliche Mobilität für späteren Arbeitseinsatz
- gesundheitliche Eignung (zum Beispiel G39 und G41)
- praktische Erfahrungen in der Metallbearbeitung sind von Vorteil